Genies der Antike

Parmenides: "Es gibt nur Seiendes, kein Werden und kein Entstehen. Das Seiende ist eines und wie die Masse (Substanz) einer Kugel vollendet. Seiendes ist nicht entstanden, ohne Anfang, ewig, unteilbar, unendlich, ganz und vollkommen. Denken und Sein sind dasselbe."

Später wurde dann aus diesem "Seienden" das "Sein" Heideggers.

Alles, was uns als Objekt erscheint mit einem Anfang, einer Dauer oder einem Ende am gleichen Ort oder an verschiedenen Orten mit gleichen oder sich verändernden Eigenschaften, scheint nur so. Es ist immer das Sein, das in Raum und Zeit seine Attribute an bestimmten Orten mit bestimmten Dauern in Erscheinung treten lässt.

Urgrund verhindert Urknall. So könnte der Titel eines modernen kosmologischen Krimis lauten. Was für den Urknall die Singularität, ist für den Urgrund die Unendlichkeit. Die Singularität begründet einen Anfang, der Urgrund ist ohne Anfang. Die Logik der Singularität ist zeitlich, die Logik des Urgrunds zeitlos. Das Grund Legende kann keinen Anfang haben, das Begründete muss einen haben. Platon sieht die Idee als Emanation des Geistes und Schopenhauer die Materie (Wirkung = Welt) als Emanation der Idee (Wille und Vorstellung). Der Geist ist das Format und bringt seine Ideen in Form als Information. Der Geist ist das Sein, seine Attribute sind das Seiende (Bewirkte). Der Geist ist ewig, seine Attribute treten zeitlich in Erscheinung.

Aristoteles: "Zeit ist die Zahl der Bewegung hinsichtlich des davor und danach."

Zenon: "Ein Pfeil bewegt sich nicht. Er ändert lediglich seinen Ort."


Der 3-dimensionale Raum - Zeit als 4. Dimension als Zahl an der Bewegung

Die allem zu Grunde liegende Realität (Ur-Sache) wird auch mit der Theorie vom Nullpunkt-Feld erklärt. Einstein sagte: "Das Feld ist unsere einzige Wirklichkeit", was Parmenides schon so einfach und klar als Seiendes bezeichnet hat.

Wer sich für die Naturgesetze interessiert, stößt unweigerlich auf die Frage nach der Natur von Raum und Zeit. Der Raum führt zur kleinsten Größe, Länge und Entfernung, die nicht mehr unterschritten werden kann. Die Elementarlänge löst das Pfeil-Paradoxon und das Paradoxon von Achilles und der Schildkröte des Zenon von Elea.

Was hat Bewegung mit der Elementarlänge und der Zeit zu tun?

Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher: "Manchmal fragt man sich schon, wie es kommt, dass man durch scheinbar logische Gedankengänge eher verwirrt wird, als Klarheit bekommt. Einer der großen Verwirrer der Menschheitsgeschichte war Zenon von Elea, der etwa 400 vor Christus lebte. Diesem Lügenbaron der Antike verdanken wir die wunderbare Geschichte von Achilles und der Schildkröte."

Ob Zenon tatsächlich ein Lügenbaron war, darf bezweifelt werden. Jeder Mensch läuft Gefahr, zum Lügenbaron zu werden, wenn er sich seiner Überzeugungen allzu gewiss ist. Auch wenn die frühen Denker nicht auf das Wissen der modernen Physik zurückgreifen konnten, war ihr Denken oft genial und möglicherweise näher an der Wahrheit als die modernen Denkgebäude.

Das Wissen hat seit damals unglaublich zugenommen. Umso mehr hat man heutzutage oft den Eindruck, dass der Wald vor lauter Bäumen nicht mehr gesehen wird. So ist keinesfalls sicher, ob Beutelspacher sich nicht auch, wenn auch unbeabsichtigt, zum Lügenbaron macht. Was er als "scheinbar logische Gedankengänge" bezeichnet, scheint aus der Perspektive der modernen Physik logisch zu sein.

Es geht beim Paradoxon von Achilles und der Schildkröte um einen Laufwettbewerb, bei dem eine Schildkröte einen Vorsprung bekommt, durch den scheinbar eine unendliche Reihe von immer kleiner werdenden Vorsprüngen entsteht, weil die Schildkröte immer einen neuen Vorsprung erlangt in der Zeit, die Achilles benötigt, um die Strecke bis zu dem davor liegenden Vorsprung zu erreichen. Daraus wird der Schluss gezogen, dass Achilles die Schildkröte niemals wird einholen können.

Wir wissen aber, dass er die Schildkröte nach kurzer Zeit einholt. Deshalb wird der logisch richtige Schluss als Trugschluss bezeichnet und das Ganze als Paradoxon betrachtet. Was nun? Spätestens jetzt sollten wir uns ernsthaft fragen, wo sich in dieser Denkweise ein Fehler eingeschlichen hat. Dieser könnte doch in der Annahme falscher Voraussetzungen bestehen.

Des Weiteren sagt Beutelspacher: "Es geht darum, dass wir hier sozusagen unendlich viele Zahlen zusammenrechnen."

Diesen Schluss zieht er aus den unendlich oft entstehenden neuen Vorsprüngen. Geht es aber wirklich um unendlich viele Vorsprünge? Diese Frage kann offensichtlich überhaupt nicht beantwortet werden, weil die Physik (noch) keine Methode zur Messung dieser Unendlichkeit zur Verfügung stellt. So bleibt nur die theoretische Physik, um durch logisches Schlussfolgern eine korrekte Antwort zu finden.

Die Überwindung der Vorstellung einer Annäherung an eine Asymptote in der Unendlichkeit bei Betrachtungen zur Bewegung gelingt mit der Quantelung. Mit Unendlichkeiten kann nicht gerechnet werden. Grenzwerte sind interpoliert. Die reale Welt bringt immer Endlichkeiten in einer Unendlichkeit zum Ausdruck. Quantelung ist die Logik einer Zahlenfolge bezogen auf die Endlichkeit und eine invariante Eigenschaft der auf Bewegung angewandten Zahlen. Die Annäherung an eine Asymptote beschränkt sich auf die Logik einer Zahlenfolge in der Endlichkeit. Mathematik ist also die Darstellung von Beziehungen endlicher Größen. Macht sie Aussagen über Unendlichkeiten, bekommen diese einen transzendenten Charakter.

Die Frage nach Raum, Bewegung und Zeit führt zum Ort eines Geschehens und dessen Definition. Dies zeigt sich auch durch die Überlegungen des Zenon von Elea. Versuchen wir, mit der exakten Definition von Begriffen und Hypothesen der Physik und ihrer Sprache, der Mathematik, eine Antwort zu finden.

Beutelspacher schreibt in Albrecht Beutelspachers Kleines Mathematikum:

"Wie kann man Bewegung mathematisch verstehen? Zenon von Elea (490 - 430 v. Chr.) hat sich nicht nur die Geschichte von Achilles und der Schildkröte ausgedacht, sondern auch "bewiesen", dass es keine Bewegung geben kann.

Dieser Beweis hat die Menschen 2000 Jahre lang erheblich verwirrt. Die Behauptung ist: Ein Pfeil - damals das Schnellste, was man sich vorstellen konnte - kann nicht fliegen. Beweis: Stellen wir uns einen fliegenden Pfeil vor. Vermutlich sagte Zenon, "einen scheinbar fliegenden Pfeil". Diesen Pfeil betrachten wir in einem Augenblick, das heißt zu einem Zeitpunkt. Zu diesem Zeitpunkt kann der Pfeil nicht fliegen, denn auch der schnellste Pfeil braucht für die kürzeste Strecke eine gewisse Zeitdauer - mehr, als ihm ein Zeitpunkt zur Verfügung stellt. Daher kann der Pfeil zu diesem Zeitpunkt nicht fliegen, also kann er zu keinem Zeitpunkt fliegen. Also fliegt er nicht.

Sie merken: Man hat zwar den Eindruck, einem gemeinen Taschenspielertrick aufgesessen zu sein - aber es ist ausgesprochen schwierig, die Schwachstelle dieser Argumentation auszumachen.

Den Knoten hat eigentlich erst Isaac Newton (1643 - 1727) durchschlagen. Er sieht die Situation ganz anders als Zenon.  

Newton schreibt: "Ich betrachte hier die mathematischen Größen nicht aus überaus kleinen Teilen zusammengesetzt, sondern durch eine fortwährende Bewegung erzeugt. Geraden werden nicht durch das Nebeneinandersetzen von Punkten beschrieben, sondern durch eine fortwährende Bewegung von Punkten erzeugt . . . Diese Erzeugungen wurzeln in der Natur und können tagtäglich in der Bewegung von Körpern gesehen werden."

Newtons Gedanke ist radikal: Zum Zustand eines sich bewegenden Objekts gehört nicht nur sein Ort, sondern auch seine Geschwindigkeit, also Richtung und Stärke seiner Bewegung. Es reicht also nicht, viele Fotos zu machen, die jeweils den Ort in einem Moment beschreiben, sondern zu jedem Ort gehört auch die Momentanbewegung.

Auch in einem Punkt ist Bewegung angelegt. Zu keinem Zeitpunkt steht das sich bewegende Objekt still, sondern es hat eine Momentanbewegung. Dieser Gedanke ist philosophisch anstrengend, aber anschaulich klar: Ein fliegender Pfeil hat in jedem Zeitpunkt eine Geschwindigkeit, eine Bewegungsrichtung und eine Bewegungsintensität. Für den Physiker Newton ist das selbstverständlich: Das kann ". . . tagtäglich in der Bewegung von Körpern gesehen werden".

Doch was sehen wir tatsächlich? Newton dachte möglicherweise falsch, weil er übersehen hatte, dass er nicht alles sehen konnte.

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Annäherung an die Elementarlänge

Zenon gab mit dem Pfeilparadoxon interessante Hinweise für die theoretische Betrachtung von Raum, Bewegung und Zeit. Er behauptet, dass ein fliegender Pfeil sich zu jedem Zeitpunkt auf seiner Flugbahn an einem bestimmten Ort befindet und sich deshalb nicht bewegen kann, also in Ruhe ist.

Im Gegensatz hierzu besagt die Quantenmechanik, dass der Pfeil in Ruhe überhaupt keine definierbare Geschwindigkeit hat. Ohne es zu ahnen, hat Zenon damit die Quantenmechanik erweitert, indem er die Geschwindigkeit mit Null und den Ort als etwas Diskretes im Raum (Elementarlänge) definiert hat, das keine Bewegung zulässt. Daraus kann geschlossen werden, dass Bewegung nicht kontinuierlich stattfindet, sondern diskret, und sich somit das Paradoxon der Bewegung auflöst.

Die Grundlage der Zeit

Alle Orte auf einer Strecke werden diskret passiert mit einer bestimmten Verweildauer. Diese bildet die Grundlage der Zeit. Zwischenzustände sind nicht erlaubt. Der Ortswechsel eines Objekts als Zustandsänderung erfolgt unverzüglich. Dieser augenblickliche Übergang stellt, analog zum Quantensprung (Quantenübergang), einen Ortssprung (Ortsübergang) dar.

Damit ist der Wechsel vom Mesokosmos in den Mikrokosmos vollzogen. Er ermöglicht durch die Perspektive der Quantenphysik eine neue Sicht der Dinge und die Lösung von Problemen, die mit der klassischen Physik unlösbar sind. Mit der Entdeckung des Planckschen Wirkungsquantums war eine neue fundamentale Naturkonstante (Kommentar) mit der natürlichen 1-Wertigkeit gefunden.

Liegt Aristoteles falsch, wenn er sagt, dass Zeit Zahl an der Bewegung ist? Nein. Auch wenn der Pfeil zu jedem Zeitpunkt während seines Fluges sich an einem Ort und somit immer in Ruhe befindet, ergibt sich die Zeit aus der Summe der Verweildauern an den passierten diskreten Orten. Und diese Verweildauern wiederum scheinen nach Elementarzeit = h/mc² (Quanten der Zeit) getaktet zu sein, die die Grundlage der Zeit und somit der Gegenwart bilden.

Für Einstein war die Scheidung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nur eine Illusion. Physikalisch ist das jedoch nicht haltbar. Und so hat er es vermutlich auch nicht gemeint, sondern wie ein anderer Denker bereits vor ihm, dass nämlich das Sprichwort gilt: "Jetzt ist Ewigkeit."

Vergangenheit ist lediglich Zukunft, die über die Gegenwart zur Vergangenheit wird. Alle drei Seinsformen sind nur in der Gegenwart möglich und - im wahrsten Sinne des Wortes - gegenwärtig, die Zukunft als noch nicht, die Gegenwart als jetzt und die Vergangenheit als nicht mehr. Jede Art von Gegenwart und Sein im Jetzt kann also nur das sein, was durch "noch nicht" und "nicht mehr" entsteht und begrenzt wird, gleichsam eingeschlossen und abgegrenzt wird. Und das wird als Dauer oder Elementarzeit bezeichnet. Wir sollten uns also von der Vorstellung verabschieden, dass es so etwas wie einen Zeitpunkt gibt. Vielmehr ist es angebracht, von kleinstmöglichen Zeitfenstern zu reden, die von der Elementarzeit repräsentiert werden.

Was Einstein wohl zur Diskretheit des Raumes sagen würde? Schließlich lässt ein diskreter Ort eine Krümmung des Raumes nicht zu. Zwar fasste er den wesentlichen Gehalt der Relativitätstheorie mit dem Begriff "Gekrümmte Raumzeit" zusammen, bemerkte aber hierzu: "Nicht Gott ist relativ, und nicht das Sein, sondern unser Denken."

Die moderne Physik geht von der Annahme aus, dass der Baustoff der Welt diskret sein muss. Betrachtet man unter diesem Aspekt das Paradoxon von Achilles und der Schildkröte, ist auch dieses gelöst, wenn Bewegung diskret in Form von Ortsübergängen stattfindet.

Zum Begreifen sämtlicher wichtiger Bereiche des Denkens bildet die Habilitationsschrift von Bernhard Riemann eine gute Voraussetzung. Download: Habilitationsschrift

Links zum Thema

Über die Zeit - Spektrum der Wissenschaft - Serie: Die Geburt des Universums  

Zeit ist nur eine Illusion - FOCUS - Physik 

Tausend Körnchen Gegenwart - DIE ZEIT - Physik 

Schildkröte vorn - Zeit als Intervalle - Dr. Robert Ehrlich - Spiegel - Forschung

Die Abschaffung der Zeit - FAZ - Quantengravitation

Quantelung von Raum und Zeit - FAZ - Weltformel

Was ist Information? - FOCUS

Struktur der Realität

Thomas Campbell: "Anstatt zu glauben oder nicht zu glauben, ziehen Sie einfach mal die Möglichkeit in Betracht, dass die Dinge anders sein könnten, als Sie bisher dachten. Und schätzen Sie die Wahrscheinlichkeit dieser neuen Sichtweise basierend auf Ihren persönlichen Lebenserfahrungen ab. Setzen Sie dabei vorurteilsfreien Zweifel, bis Sie herausgefunden haben, was wahr ist.

Jeder muss sein eigenes Gesamtbild entwickeln, basierend auf selbst gemachten Erfahrungen. Solange etwas nicht durch die eigene Erfahrung verifiziert ist, kann es nicht zur persönlichen Wahrheit werden. Also bleiben Sie stets unvoreingenommen und skeptisch zugleich. Wenn Sie nicht unvoreingenommen sind, werden Sie nie etwas Neues lernen. Wenn Sie nicht skeptisch sind, werden Sie nie wissen, ob was Sie erfahren wahr oder erfunden ist."

In diesem Vortrag nimmt Campbell auch Stellung zur der Theorie, dass wir in einer digitalen Computersimulation leben.

"Edward Fredkin startete 1992 den Forschungsbereich der digitalen Physik. Fredkin ist einer der führenden und angesehensten theoretischen Physiker der Gegenwart. 1992 stellte er seine Forschungsergebnisse zur digitalen Physik vor einem Physikkolloquium vor. Seine Kernaussagen waren: Wir leben in einer digitalen Computersimulation. Unsere Realität ist digital. Realität besteht aus Information und unsere Realität wird irgendwo berechnet.

Man muss schon ziemlichen Mumm haben, so etwas auf einem Physikkolloquium vorzutragen. Aber er sagte das nicht, weil er eine mächtige Eingebung hatte oder weil er dachte, das wäre doch mal eine neue Idee. Sondern er präsentierte eine wissenschaftliche Herleitung, wie er zu diesem Schluss gelangt ist. Aus seiner Sicht war das, was er präsentierte, eine wissenschaftliche Tatsache.

Wenn man jemanden sagt, dass wir in einer Computersimulation leben, sind natürlich die ersten beiden Fragen, die sofort kommen: Wo ist der Computer? Und wer hat ihn programmiert? Fredkin konnte darauf nur antworten, dass seine Herleitung darüber keine Schlüsse zulässt. Und seine Formulierung war, dass der Computer in einem anderen Bereich sei. Mehr konnte er dazu nicht sagen."

Edward Fredkin:   Digital Philosophy   Digital Philosophy übersetzt mit google

Argumente für Gottes Existenz: Digital Physics Argument for God's Existence

Imre Koncsik:    Die Entschlüsselung der Wirklichkeit   Ist das Universum ein Programm und Gott der Programmierer?

Hippokrates: "In Wirklichkeit erkennen wir nichts, denn die Wahrheit liegt in der Tiefe."

Ursache und Wirkung

Wirkung kann nur gleicher Natur sein wie ihre Ursache im Sinne des metaphysischen Prinzips der materia prima des Aristoteles, deren Natur als Präformation aufgefasst werden kann, die in der Lage ist, Formation als Information aufzunehmen und somit gleichsam von Präformation zu Information zu werden.

Diese Natur ist nicht erkennbar, aber logisch herleitbar. Das meinte vermutlich die alte Ionische Schule mit:  

"Gleiches kann nur von Gleichem erkannt werden".  

Führt man diese Logik fort, kann hieraus das wesentliche Prinzip des Seins abgeleitet werden:

"Gleiches kann nur Gleiches hervorbringen".

Ist nun aber die Natur desselben nicht ergründbar, gilt dies noch mehr für den Grund allen Seins.  

Hier versagt das Ursache-Wirkungs-Prinzip und führt zur Logik des Urgrunds, weil ein unendlicher Regress unlogisch und sinnlos ist. Es bleibt nur eine erste Ursache als Realität ohne Anfang, die zeitlos und absolut ist unter Ausschluß des Zufalls. Sie liegt allem zu Grunde, beinhaltet jede Möglichkeit und lässt alles aus sich hervorgehen, was der Fall sein kann.

In der Philosophie wird dies ausgedrückt mit dem Begriff Emanation, das Hervorgehen aller Dinge aus dem unveränderlichen, vollkommenen, göttlichen Einen. Dies äußert sich durch Regeln, welche im Wirken der Naturgesetze zur Anwendung kommen. Diese künden von einer allgegenwärtigen Schöpferkraft eines denkenden Geistes, die jede Art von Information erzeugt.

Der Zufall ist nicht in der Lage, die Gesetze des Universums zu bilden. Die moderne Physik hat erkannt, dass die elementare Natur allen Seins Information ist. Jede Art von Sein ist die Information über dessen Existenz und kann wiederum als Präformation die Grundlage für neue Information sein.

Die bei der Quantenmechanik feststellbare Beobachtungsgrenze verleitet zu der Annahme, die dort geltenden Gesetze seien zufallsgesteuert. Die feststellbaren Wahrscheinlichkeiten zeigen jedoch Gesetzmäßigkeiten, die Spielräume erzeugen, welche für das Geschehen bestimmend sind, so z. B. bei der Geschwindigkeit ablaufender chemischer Reaktionen. Die Vorgänge jenseits der Beobachtungsgrenze unterliegen lediglich verborgenem, aber notwendigem Wissen.

Es gibt kein Gesetz ohne Wissen.

Echter Zufall ist nur möglich, wenn absolute Freiheit herrscht, was nur denkbar ist bei Wesen mit Bewusstsein, Geist, Denkfähigkeit und Willen, die frei sind zum Planen und Handeln. Zwar ist die absolute Freiheit des Menschen durch die Begrenztheiten der Welt nicht wirklich absolut, sie hat jedoch innerhalb der herrschenden Bedingungen absoluten Charakter.

Gleiches von Gleichem hebt den Gegensatz von Idealismus und Materialismus auf. Dies veranschaulicht der folgende logische Aufbau:

Materie mündet in Energie.
Energie mündet in Information.
Information mündet in Geist.
Geist mündet in Freiheit.
Freiheit mündet in Möglichkeit.
Möglichkeit mündet in Wahrheit.
Wahrheit mündet in Gott.

Diese Logik des Seins zeigt des Menschen Rolle als spirituelles Wesen, das zum Gestalten in der Schöpfung berufen ist. Unsere Geistigkeit macht uns zu göttlichen Wesen. Diesseits und Jenseits sind nur verschiedene Erscheinungsformen. Jeder Mensch kann in diesem Leben seine persönliche Meisterschaft erreichen. Alle in und um uns wirkenden Kräfte wechselwirken und stehen uns für unseren Schöpfungsauftrag zur Verfügung. Das Böse verleitet uns zum Mißbrauch. Wir sollen lernen, das Gute zu verwirklichen. Menschliche Entwicklung hat zur unablässigen Aufgabe die Ergründung des eigenen Wesens und des Wesens allen Seins. Wir sind Fremdlinge auf Erden und suchen unsere geistige Heimat in der Transzendenz des Ursprungs allen Seins, wenn oft auch nur unbewusst.

Quantentheorie

Seit dem Entwurf der Quantentheorie wird behauptet, dass Physiker wissen, dass in der Welt der kleinsten Teilchen die Gesetze der Wahrscheinlichkeit und des Zufalls regieren. Für dieses Wissen wurde jedoch noch keine Lösung gefunden.

Raum und Zeit seien nicht der Hintergrund der Welt und nicht der Rahmen der alltäglichen Wirklichkeit. Raum und Zeit seien selbst Akteure in einem gewaltigen Szenario und nicht das Spielfeld. Sie seien selbst Teilchen einer körnigen Struktur, in die alles zerfällt. Diese Struktur sei vielleicht das Merkwürdigste, was der menschliche Geist je entdeckt hat.

Aber Parmenides hat es einfach und klar als Seiendes bezeichnet.

Die Substanz des Lichts sei rätselhaft. Es bestehe aus Photonen, Lichtquanten. Diese Quanten seien vollkommen anders als alle Objekte des täglichen Lebens, weil ihre Bewegungen sich nicht voraussagen lassen.

In der Quantenmechanik herrsche der objektive Zufall vor. Das sei nicht das Nicht-Wissen der Menschen als Subjekt, sondern es gebe keinen Grund dafür, dass ein Atom gerade zu einem bestimmten Zeitpunkt zerfalle. Das Einzige, was sich voraussagen lasse, sei die Wahrscheinlichkeit.

Es darf ein Grund für den Zerfall eines Atoms zu einem bestimmten Zeitpunkt angenommen werden.

Quanten sollen sich wie eine Welle verhalten bis zu dem Augenblick, in dem ein Beobachter sie mißt.

Genau an diesem Punkt findet sich der Grund für alle Fehlinterpretationen. Die Welle des Quants kollabiert und nicht das Quant selbst. Die Welt der Quanten erstarrt nicht, sondern agiert. Das Komplementaritätsprinzip kommt zur Anwendung.

Bernhard Philbert, DER DREIEINE, Seite 496: "Das Photon ist nur die "Verkörperung" der energetischen Vorgänge einer Emissions-Absorptions-Reaktion; darüber hinaus hat es keine körperhafte Existenz. Die Existenz des Photons erschöpft sich im Reagieren."

Emission von Licht ist nicht das Aussenden von Photonen, sondern die Umwandlung der Energie von Photonen in Information in Form elektromagnetischer Wellen, die mit der Energie von Photonen als Information über diese Energie auf die Reise geschickt werden.

Photonen sind also keine elektromagnetischen Wellen und diese sind keine Photonen! Elektromagnetische Wellen tragen nur die ihnen aufmodulierte Information über die Energie von Photonen. Diese Energie geht bei der Reaktion einer Welle mit einem Elektron als Verkörperung des Photons als Information auf das Elektron über. Das Komplementaritätsprinzip zeigt hier seine Funktionsweise beim Übergang vom Wellenverhalten zum Teilchenverhalten. Siehe auch Interferenz bei Mehrfachspalten.

Das Photon ist der Übergang der Energie der Welle in die Energie der Verkörperung. Die Welle kann ihre Energie nur verkörpern, wenn sie auf einen Körper trifft, dem sie ihre Energie übergeben kann. Lichtemission kann deshalb nur die Modulation der Energie von Photonen auf Präformation in Form von elektromagnetischen Wellen als Information sein.

Beim Doppelspaltexperiment gehen keine Photonen durch die Spalte, sondern Wellen, die beim Auftreffen an der Wand einen Messvorgang ausführen durch Anwendung des Komplementaritätsprinzips, indem ein Wellenverhalten in ein Teilchenverhalten übergeht. Trifft die Welle eines Photons auf die Wand, muss sie beim Auftreffen ihre Energie in der Verkörperung eines Photons an die Wand abgeben, wenn die vorgefundenen Bedingungen eine physikalische Reaktion ermöglichen. 

Die Quantenphysik ist also die Physik der Information. Information ist eine Emanation des Geistes. Die Quantenphysik ist somit die Physik des Geistes. Und genau das ist die neueste Erkenntnis der Physik überhaupt.

Geist und Materie

Dr. Ulrich Warnke ( 1, 2 ): "Die Physik musste mit der Quantenphysik und Quantenphilosophie eine nichtlokale, in ihren Teilen verknüpfte Quantenwelt akzeptieren, die sich nur manifestieren kann, wenn wir an ihr partizipieren. In der Quantenphysik existieren in mancher Hinsicht alle möglichen künftigen Ereignisse bis die Beobachtung das Mögliche ins Tatsächliche umsetzt.

Das neue Bild der Materie-Organisation

Berücksichtigt man die bisherigen Erkenntnisse, dann ergibt sich folgendes Bild: Die Materie baut sich durch Kräfte und Zeitoperationen auf. Diese Kräfte und Zeitoperationen sind die Folge von Potentialen mit impliziten Entitäten. Diese Entitäten sind durch Bewusstsein und Geist beeinflussbar. Wissenschaftler sehen das physikalische Universum nicht mehr als eine Ansammlung von Zahnrädern in einer Maschine, sondern als ein informationsverarbeitendes System. Für unsere Funktion sind anstelle der Materie Informationsbits getreten. Im neuen Paradigma des Universums sind Geist, Intelligenz und Information wichtiger als Hardware.

Unterschieden  werden  Programme  (Information), die die Hardware (Zusammenschluss der Massen) steuern

► elektrische Potentiale mit impliziten Strukturen

und Programme (Information), die die Software, also die zugrunde liegende Funktionssteuerung modulieren

► Psyche: wie Geist/Wille/Gefühl"

Ist das Universum ein Quantencomputer?

Zu diesem Thema hielt Dr. Warnke einen Vortrag, in dem er den Eingriff des menschlichen Willens als geistiges Konstrukt unterhalb der Molekularphysik in die Vorgänge des Körpers erklärt:

"Ich möchte Ihnen am Beispiel "Ich hebe meinen Arm" aufschlüsseln, was in meinem Körper passiert. Um den Arm zu heben, müssen Muskeln kontrahieren. Damit Muskeln kontrahieren können, müssen bestimmte Membranen (Nervenmembranen, Neuronenmembranen) für bestimmte Mineralionen durchlässig gemacht werden. Man nennt das "Auslösung eines elektrischen Aktionspotentials". Damit Membranen durchlässig werden, müssen bestimmte Proteine (in diesem Fall Enzyme) Membrantore bewegen und öffnen. Damit diese Enzyme Membrantore öffnen können, müssen sie ihre Form/Struktur/Gestalt (also ihre Konfiguration) zu einer neuen Form/Struktur/Gestalt, einer Konfiguration, verändern. Damit eine Änderung zu dieser aktiven Proteinkonfiguration stattfindet, müssen Kraft- und Zeitoperationen auf die Molekülbindung der Proteine, der Enzyme, also der Aminosäurenketten einwirken. Für diese Kraft- und Zeitoperationen müssen nun Spins (das sind die kleinen Rotationskörperchen der Elektronen, die verantwortlich sind für die Molekülbindung) ihre Eigenschaften verändern. Damit Spins ihre Eigenschaften ändern, müssen Informationen fließen. Eine Kanalkaskade dieser Informationsquelle ist mein Wille, ist mein Geist, ist meine Psyche, ist mein Bewusstsein. Erst unter diesen Voraussetzungen kontrahiert der Muskel und ich kann den Arm heben. Wie also funktioniert jetzt Leben und Gesundsein? Wenn wir uns die Herkunft der Kräfte, der Zeitphasen und der Information, Sinn und Bedeutung, eine der wichtigsten Informationen für uns, laut neuer Physik anschauen, dann müssen wir aus der Virtualität, aus dem Meer aller Möglichkeiten (die Physik spricht ja auch von Superposition, von Kohärenz) eine Möglichkeit festlegen mit Hilfe unseres Bewusstseins. Nun spricht die Physik vom Kollaps der Wellenfunktion, von Dekohärenz. Und weil nun diese Kräfte entstanden sind in diesem Augenblick, sprechen wir von Realität. Warum? Wir können sie nämlich messen. Kräfte an der Messapparatur zeigen uns einen Messwert an. Und nun sind wir in der klassischen Physik. Schauen wir uns also das Prinzip der Entstehung und der Beeinflussung letztlich auch des ganzen Menschen an. Aus diesem Psi-Feld, diesen virtuellen überlagerten Wellenfunktionen, dem Meer aller Möglichkeiten, entsteht unter anderem durch ein Bewusstsein eine Energie-Übertragung, die eine Kraft im Raum gibt, eine sogenannte "time-like"-Übertragung. Warum? Weil nur eine Ereignisfolge auftaucht, ein Vorher, ein Nachher. Es gibt Versuche, die wieder ein Vorher zeigen. Ich kann zurück in der Zeit auf einer ganz bestimmten Ebene. Und schließlich Informationsübertragung, also das Geben von Sinn und Bedeutung. Das ergibt Form/Struktur/Gestalt. Das ergibt Raum-Zeit-Konstruktion, ihr Aufbau und ihre Funktion. Und nun entsteht das Sein, das Dasein, das Gesundsein. Wir nennen das die Realität aus westlich kultureller Sicht, aber aus östlich kultureller Sicht heißt es ein Trugbild, weil die sagt, das Psi-Feld ist das Wirkliche und Wahre. Alles ist daraus abgeleitet. Wenn wir jetzt Realität determiniert haben, also Kräfte zwischen Massen erzeugt haben, dann haben wir auch einen Raum aufgebaut, entspricht den Koordinaten, auf der die Bindungskraft arbeitet. Dann haben wir eine Zeitdauer aufgebaut, entspricht der Spanne, die eine Bindung bestehen bleibt. Ist korreliert mit der Bindungsenergie. Und dann muss Information mit Ziel, Struktur, mit Sinn und Bedeutung verstanden werden von dem System, damit es funktionieren kann. So sind alle unsere Elektronen Realitätsgeneratoren. Aber auch die Atome. Aber auch die Moleküle. Atom mit Atom baut Molekül auf. Molekül mit Molekül macht einen Molekülverband. Nun entstehen Funktionsträger. Daraus entstehen Organe. Daraus entstehen Regelkreise. Daraus entstehen Organismen. Die sind Teil der Erde. Die ist Teil des Universums. Und in jeder Einheit steckt Wellenfunktion, Resonanzmöglichkeit, Verstärkersystem, Sinngebungssystem und auch Generator neuer Wellenfunktion. Auch unsere Sinnesorgane arbeiten exakt auf diese Weise. Alles was wir an Energie von der Außenwelt in uns reinholen mit Hilfe der Sinnesorgane, wird so geschaltet. Und nun müssen wir ganz dringend und wichtig unterscheiden:

1. Selbstorganisation der Materie (selbstregulierte Kraft- und Zeitoperation)

2. Modulation der Materie durch den Geist (Bewusstseins-regulierte Kraft- und Zeitoperation)

3. Modulation der Materie durch Außenenergien."

Des Weiteren sagt Warnke:

"Ohne Bewusstsein existiert gar nichts. Das Gegenteil lässt sich nicht einmal beweisen, denn dazu bräuchte man wiederum ein Bewusstsein. Wenn wir glauben, wir erlebten eine Welt außerhalb von uns, erleben wir in Wirklichkeit das Selbst innerhalb von uns. Unsere Alltagserfahrung gaukelt uns jedoch etwas anderes vor. Wir leben in der trügerischen Gewissheit, die Alltagswelt wäre objektiv und real.

Aus meiner spirituellen Erfahrung weiß ich, dass wir ursprünglich aus einer Sphäre kommen, die jenseits der unseren Sinnen zugänglichen Welt liegt. Wir nennen sie die "geistige Welt".

Aus ihr kommend treten wir durch die Geburt in diese materielle Welt ein, in der wir uns, in einem biologischen Körper gefangen und von der Umwelt scheinbar abgetrennt, wahrnehmen. Diese Täuschung schränkt unsere Wahrnehmung und unsere geistigen Fähigkeiten ein. Wir halten uns für klein und ohnmächtig ohne zu wissen, dass tief in uns das Allergrößte steckt.

Sich auf den spirituellen Weg zu machen heißt, sich aus diesem Gefängnis zu befreien und wieder der eigenen ursprünglichen Größe gewahr zu werden.

Albert Einstein hat das mit folgenden Worten ausgedrückt: "Der Mensch ist ein Teil des Ganzen, das wir Universum nennen, ein in Raum und Zeit begrenzter Teil. Er erfährt sich selbst, seine Gedanken und Gefühle als abgetrennt von allem anderen – eine Art optische Täuschung des Bewusstseins. Diese Täuschung ist für uns eine Art Gefängnis, das uns auf unsere eigenen Vorlieben und auf die Zuneigung zu wenigen uns Nahestehenden beschränkt. Unser Ziel muss es sein, uns aus diesem Gefängnis zu befreien, indem wir den Horizont unseres Mitgefühls erweitern, bis er alle lebenden Wesen und die gesamte Natur in all ihrer Schönheit umfasst."

Wir leben in einem Gefängnis für unseren Verstand. Die moderne Wissenschaft liefert uns heute die Einsichten, um dieses Gefängnis zu erkennen und aus ihm auszubrechen. Es besteht aus Irrtümern und Vorurteilen. Heute stehen uns harte wissenschaftliche Fakten zur Verfügung, die uns dabei helfen, uns aus den Fängen eines längst überholten Materialismus zu befreien.

Wenn wir uns wieder daran erinnern, dass wir reines Bewusstsein sind und dass alles andere aus diesem Bewusstsein hervorgeht, so verliert das Dasein seinen Schrecken. Befreit von allen Ängsten und Sorgen können wir wieder ins volle Bewusstsein unserer Schöpferkraft gelangen. Das erreichen wir, indem wir immer wieder unser Weltbild hinterfragen und somit der Wahrheit auf den Grund gehen.

Unsere Glaubenssätze prägen die Realität, in der wir tagtäglich leben. Deswegen sollten wir ihnen Aufmerksamkeit schenken, um Klarheit darüber zu erlangen, ob sie uns dienlich sind oder nicht. Je weiter wir in den Kaninchenbau vordringen, desto deutlicher wird, dass die eigentliche Wahrheit nur in uns zu finden ist."

Links zu Dr. Ulrich Warnke

Dr. Ulrich Warnke - Interview zur Berliner Bienen-Studie mit Downloadmöglichkeit PDF-Dokument

Dr. Ulrich Warnke - Quantenphysik und Selbstheilung - Vortrag auf youtube

Dr. Ulrich Warnke - Effekte elektromagnetischer Energie - PDF-Dokument

Dr. Ulrich Warnke - Wirkung elektromagnetischer Felder - Vortrag auf youtube

Dr. Ulrich Warnke - Quantenphilosophie und Spiritualität - Vortrag auf youtube

Immanenz und Transzendenz

Thomas Görnitz: "Zugangsweisen zur Wirklichkeit, die nicht auf einer objektivierbaren Empirie, sondern auf spirituellen und religiösen Erfahrungen beruhen, müssen nicht mehr als unüberwindlicher Gegensatz zur Naturwissenschaft angesehen werden. Eine naturwissenschaftliche Betrachtung der Welt kann aus sich heraus nicht leisten, die Existenz der Welt zu begründen und ihr einen Sinn zu geben."

Siehe Link.

Thomas Görnitz: Bewusstsein - naturwissenschaftlich betrachtet und enträtselt

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Autorität und Wissenschaft

Werner Heisenberg: "Mit der scheinbar unbegrenzten Ausbreitung ihrer materiellen Macht kommt die Menschheit in die Lage eines Kapitäns, dessen Schiff so stark aus Stahl und Eisen gebaut ist, dass die Magnetnadel seines Kompasses nur noch auf die Eisenmasse des Schiffes zeigt . . . Mit einem solchen Schiff kann man kein Ziel mehr erreichen; es wird nur noch im Kreise fahren und daneben dem Wind und der Strömung ausgeliefert sein."

Zitat gefunden bei Prof. Dr. Egon Schütz in Autorität und Wissenschaft, WS 1982/83 - S. 12

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Auf dem Zeitpfeil befinden wir uns immer in der Gegenwart. Links davon die Ewigkeit der Vergangenheit, rechts die Ewigkeit der Zukunft. Die Gegenwart ist die Nahtstelle zwischen Vergangenheit und Zukunft. Ihre Dauer ist die Elementarzeit.

Voraussetzung für alles ist das, was ohne Anfang ist.

Voraussetzung für Prozesse ist System konformes Handeln. Konformität muss frei von Widerspruch sein.

Jede Form von Existenz benötigt ein Gesetz.

Gesetze sind gedankliche Kontrukte mit einer inhärenten Logik. Somit sind sie transzendenter Natur.

Jede Art von Regel ist transzendenter Natur. Naturgesetze geben lediglich diese Transzendenz wieder.

Transzendenz ist die Natur des Anfang losen.

Menschlicher Geist ist denkfähige Instanz vom Anfangslosen.

Unser Geist ist denkfähig, weil transzendent.

Aus nichts entsteht nichts. Biologisches Leben ist immer an einen inkarnierten Geist gebunden und von diesem abhängig. Jede Art von Leben entspringt also der Anfang losen Transzendenz. Leben entsteht nicht. Es wird nur weitergegeben.

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Ein paar Fragen

Ist das Unerklärliche unerklärlich?

Ist Realität das Unsichtbare im "Hintergrund"?

Ist Wirklichkeit das Sichtbare im "Vordergrund"?

Entsteht Wirklichkeit aus dem Wirken der Realität?

Ist die Realität geistig im Sinne von Substanz?

Sind Naturgesetze Regeln im Sinne von geistigen Entscheidungen?

Sind Gesetze Festlegungen im Sinne von gewollten Regeln? 

Ist das Gegenständliche der Naturwissenschaft bewirkt im Sinne von Wirklichkeit?

Gibt es etwas Unverursachtes?

Ist es logisch, dies anzunehmen?

Realität von res = Sache

Wirklichkeit von Wirken

reality and actualy

Kann die unsichtbare Realität erkannt werden?

Wie konstruiert unser Verstand das, was wir als Wirklichkeit wahrnehmen?

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