System im Chaos

Das Rätsel der Freiheitsstatue ist in der Summe aus 1 Fackel, 7 Strahlen und 25 Fenstern verborgen. 1 + 7 + 25 = 33.

Die 33 findet sich in der Primzahlenkonstante 0,33023 = 1/(2·(2+1)) + 1/(3·(3+1)) + 1/(5·(5+1)) + 1/(p·(p+1)) + . . .

33 minus 1. Primzahl 2 = 11. Primzahl 31 9. Primzahl = 23 2001 = 2 + 2 · 00 + 2º

11092001 = 732206te Primzahl. 732206 = 2 · 366103. 2 · 3 = 33 = 6 + 66 = 666. 103 = 3³. = 27te Primzahl.

11 + 09 + 2 + 00 + 1 = 23276 = 2 · 2 · 3 · 23.  Winkel von 1/276 laut Axel Klitzke = 0° 12' 27,33''.

Pi, der Film: π - Alternativtitel: Pi - System im Chaos

Man nehme ein Genie von paranoidem Mathematiker, den Goldenen Schnitt, einen Computer namens Euclid, die Kursdaten des globalen Aktienmarktes, die Geldgier von Börsenmaklern, eine 216-stellige Zahl, die Zahl Pi, einen Computervirus, Paranoia, einen Schlaganfall, den Tod und einen Bibelcode, und fertig ist der Science-Fiction-Thriller. Er kann hier angeschaut werden.

Eine 216-stellige Zahl ist Aushängeschild für die Zahl 216 = 2 · 2 · 2 · 3 · 3 · 3. Darren Aronofsky hat auf den großen Satz von Fermat hingewiesen (wenn vielleicht auch nicht beabsichtigt), der manche sogar in den Selbstmord trieb, und damit auf den Sündenfall (Altdeutsch: Sinte = Trennung = Tod) als Wendepunkt im Kampf der Geister. Der Sinn dieses Wahnsinns ist die Erkenntnis, dass die Geschichte mit dem erzeugten Meer an Blut, Schmerzen und Tränen die Sprache der Trennung von Gott spricht. Anders formuliert: Man gebe einem Wesen einen freien Willen ohne Regeln, und das Chaos ist vorprogrammiert.

System im Chaos

"Der Mensch, das alles manipulierende Wesen, macht sich zum Gegenstand seiner selbst. Der Mensch wird sich selbst zum manipulierbaren Objekt; wird zum sich selbst manipulierenden Objekt. Das einzige, offene, nicht bestimmbare Wesen wird festgelegt, bestimmt; eigenartigerweise gerade indem die Anthropologie den Menschen als das nicht-festlegbare Wesen begreift und darstellt - und eben doch festlegt. Der Mensch selbst, das fürchterlichste Wesen, kommt über den Menschen. Eine unheimliche Verphysiologisierung, Verpsychologisierung, überhaupt Verwissenschaftlichung ergreift das Gesellschaftsleben und alles Menschenleben; alles durchleuchtend, begreifend und schematisierend - und das Menschsein zerstörend. Im Begreifen des Phänomens und der Gefahr der Masse wird der Mensch selbst zur Masse. Paradox: indem er sich begreift, wird er sich fremd;  indem er sich sichert, verstört er sein Wesen. Und das liegt eben in diesem seinem Wesen begründet. Der Mensch in sich ist das offene, unbestimmte, ungesicherte Wesen in der Mitte der Schöpfung.

In der Jagd auf sich selbst tötet er sich." (Bernhard Philberth: DER DREIEINE, S. 33, 1. Auflage 1970)

Seit der Mensch Technik zur Lebensgestaltung einsetzt, ist diese bestimmend für sein Schicksal geworden. Computer eröffneten eine neue Dimension der Informationsverarbeitung, die aus dem Geist der Mathematik entsteht und mit der Lichtgeschwindigkeit elektromagnetischer Wellen eine globale Beschleunigung bewirkt, die ein unheimliches Ausmaß angenommen hat und bis in letzter Konsequenz schwer zu fassen ist. Hierzu hat Friedrich Kittler interessante Gedanken.

"Wovon ich immer träume, und was die Leute nicht hören wollen, weil sie immer glauben, dass Technik und Wissenschaft nur Werkzeuge sind für die Leute auf der Straße gemacht, was ein lächerliches Gerücht ist, aber den Leuten offenbar in der Schule immer weisgemacht wird, damit sie das aushalten, ihre Technisierung und die Technisierung der Räume, in denen wir uns durchschlagen müssen, ist, dass die Maschinen, vor allem jetzigen intelligenten Maschinen, seit Alan Turing sie 1936 im Geist erfunden hat, dass die gar nicht für uns Menschen so sehr sind, wir sind viel zu groß sozusagen gebaut, sondern dass sich da die Natur, dieser leuchtende, erkennende Teil der Natur mit sich selbst rückkoppelt.

Computer werden deshalb immer schneller als Maschinen, nicht als Software, weil jeder Fortschritt in der Computertechnologie es erlaubt, feinere Strukturen in der Materie festzustellen, kristalline Strukturen, Quantenstrukturen. Mit Computern erforschen wir auf der kleinsten denkbaren Ebene, wo Heisenberg physikalisch einst ankam, die Natur. Und die Natur sagt wieder diesen Festkörperphysikern, wie sie ihre Computer noch kleiner, eleganter und schneller machen können. Und dann entstehen neue, schnelle Computer. Die tauchen wieder tiefer in die dunkle Materie ein und finden dort noch mehr. Computer möchte mit Computer kommunizieren.

Und all diese netten kleinen Literaturhäuser, die dann Veranstaltungen machen, was selbst das Internet wohl für die Literatur bringt, sind einfach Placebo-Pillen, weil das Netz dazu da ist, dass Computer mit Computern verschaltet werden, an denen auch Tastaturen und Benutzer angeschlossen sein können, aber nicht müssen." (Friedrich Kittler)

Bis zum 6. August 1945 gab es nichts Neues unter der Sonne. Die Atombombe war der Beginn des Neuen, dem Zeitalter des Eingreifens in den Kern der Dinge, das Vordringen ins Allerheiligste.

Der erste Griff ging in den Kern der Materie, den Atomkern, der zweite in den Kern des Lebens, den Zellkern, und der dritte und letzte geht in den Kern des Menschen, seine Persönlichkeit. Nichts mehr wird als Grenze akzeptiert, weil der Geber des Lebens, Gott, ausgeklammert wird. Gott loses Tun zeichnet sich immer dadurch aus, dass gegen das Leben gearbeitet wird. Patente auf Leben sind eine Form der Gotteslästerung.